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Ev.-luth. Kirchenkreis Celle + Freestate Lutheran Church Circuit (South Africa)


Herzlich willkommen auf unserer Internetseite! Seit 1985 ist der Kirchenkreis Celle (Ev.-luth. Landeskirche Hannovers) partnerschaftlich mit dem Ev.-luth. Kirchenkreis Freestate (ELCSA) in Südafrika verbunden. Rundbriefe, Telefonate und gegenseitige Besuche helfen, den Kontakt zu den Partnern aufrecht zu erhalten. Beide Seiten wollen voneinander lernen. Partnerschaft ist eben keine Einbahnstraße. Sie lebt davon, dass man miteinander redet, sich gegenseitig hilft und sich übereinander freut.


Südafrikapartnerschaft feiert 30-jähriges Jubiläum

Anlässlich des Jubiläums kommt eine Delegation aus Südafrika nach Celle

"Nach dem Besuch ist vor dem Besuch…" das kann man getrost auch für die wechselseitigen Delegationsbesuche mit unseren Partnern aus Südafrika sagen. Im Herbst 2013 waren wir zu Gast in Bloemfontein, dieses Jahr erwarten wir den Besuch unserer Freunde zu einem ganz besonderen Ereignis im September: Unsere Partnerschaft hat Geburtstag. Im Herbst wird sie 30 Jahre ... alt??? jung???

Seit im Oktober 1985 die Partnerschaftsurkunde vom damaligen Superintendenten Bodo Wiedemann, dem ersten Vorsitzenden Pastor Hertle aus Winsen und Dean Mokwai aus Bloemfontein unterzeichnet wurde, sind unsere gegenseitigen Besuche eine feste Größe in der Partnerschaft. Wir haben am Ergehen des jeweils Anderen Anteil genommen, haben uns beispielsweise riesig über das Ende der Apartheid mitgefreut. Wie in einer Ehe gab es da auch Jahre mit „Beziehungstälern“. Aber umso schöner war es, mit den vertrauten sowie den immer wieder neu dazu gekommenen  Menschen zu erleben, dass diese Partnerschaft hält, weil der Glaube an den einen Gott unsere gemeinsame Basis ist.

Nun also: Geburtstag! Und weil wir Sie gerne an dieser Freude teilhaben lassen möchten, laden wir Sie herzlich zu den diversen Veranstaltungen ein.

Jubiläumsprogramm beginnt am 27. September 2015

  • Es beginnt mit einem großen Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, dem 27. September 2015, auf der Stechbahn vor der Stadtkirche im Rahmen eines Gemeindefestes unter dem Motto: “UBUNTU“ (Zuluwort für: Gemeinsam, Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe). Im Anschluss daran können Sie mit unseren Gästen ins Gespräch kommen oder sich genauer über die Partnerschaft informieren lassen.
  • In der Woche danach werden unsere Partner u.a. Gemeindegruppen besuchen und am Sonnabend, dem 3. Oktober, gibt es das nächste Highlight: Ekkehard Popp wird uns um 18:15 Uhr in der Neuenhäusener Kirche Liedgut mit Erläuterungen zum Thema darbieten.
  • Am Sonntag schließt sich der Erntedankgottesdienst in diversen Gemeinden an. Auch zum Abschiedsabend am Mittwoch, 7. Oktober 2015, laden wir sie herzlich ein.

Wenn Sie also neugierig geworden sind, haben Sie vielleicht auch Lust bekommen, einen Gast aus Südafrika für 2 - 4 Nächte bei sich zu beherbergen! Ehemalige Gastgeber betonen immer wieder, wie bereichernd die hierbei entstandenen Gespräche waren. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Herzliche Grüße,
Ihr Christof v. Butler, Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses

Kontakt auch über das örtliche Pfarramt oder: Monika Merz-Neumann, Tel.05141-52102, E-mail: Hans_Peter_Neuman@t-online.de


Celler Delegation besuchte Partnerkirchenkreis in Südafrika


„Die Pfade der Freundschaft wollen begangen werden, damit sie nicht zuwachsen.“ Diesen Satz brachte ein Pastor vor kurzem, zwar in anderem Zusammenhang, aber sofort klickte es bei mir: dieser Spruch passt ja ganz wunderbar für unsere Südafrika-Partnerschaft! Genau das gehört ja zu unseren Zielen - Kontakt halten, sich besuchen, Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede diskutieren. Darum macht sich alle zwei Jahre eine Delegation auf den Weg. 2011 kam eine Gruppe aus Südafrika anlässlich des Kirchentages zu uns. Im Oktober 2013 sind sieben Personen aus verschiedenen Gemeinden unseres Kirchenkreises nach Südafrika geflogen. Unsere Delegierten kamen Blumlage, Eschede, Klein- Hehlen, Nienhagen, Neuenhäusen und Wathlingen.

Monika Merz-Neumann

Delegierte aus dem Kirchenkreis Celle besuchten Partnerkirchenkreis in Südafrika

Bericht über die Delegationsreise 2013


Im Oktober 2013 durfte ich für zwei Wochen mit einer sechsköpfigen Delegation des Kirchenkreises Celle zum Besuch unserer Partner in den Kirchenkreis Free State in Südafrika reisen. Unsere Aufgabe war es, die Kontakte wieder zu beleben und nach den einzelnen Projekten zu sehen, die der Kirchenkreis Celle vor Ort unterstützt.

Der Kirchenkreis Free State ist fast so groß wie Niedersachsen, und beim Besuch in den einzelnen Gemeinden erlebten wir, welche weiten Wege die 6 Pastoren zu ihren Mitgliedern zurücklegen müssen. Deshalb ist die Unterstützung mit Benzinkosten (auch „Kirche auf Rädern“ genannt) sehr notwendig.

Christliches Leben ist viel stärker und selbstverständlicher im Alltag gegenwärtig  als bei uns. Gespräche drehten sich schnell um das Vertrauen, das die Menschen aus dem Glauben beziehen und das ihnen Hoffnung und Kraft gibt, jeden neuen Tag anzupacken. Und auch sichtbare Zeichen sind beliebt:  Wir haben Aufkleber mit der Lutherrose gesehen und Anschläge an öffentlichen Gebäuden mit christlichen Inhalten.

Irritiert waren wir aber davon, dass auch fast 20 Jahre nach Ende der Apartheid immer noch eine strikte Trennung zwischen farbigen, schwarzen und weißen Gemeinden besteht. Es ist ganz deutlich eine Spannung zwischen Schwarzen und Farbigen zu spüren (zu Weißen hatten wir keinen Kontakt, das liegt in der Geschichte der Partnerschaft begründet). Farbige sind oftmals besser ausgebildet als Schwarze (sie hatten schon zu Zeiten der Apartheit Sonderrechte)und  haben dann die besseren bezahlten Jobs – das mag Neid schüren.

Bildung ist ein wichtiges Thema in Südafrika – noch immer sind viele Menschen dort Analphabeten.  Aber die Schulen und erst recht das Studium kosten Geld. Bei einem Treffen mit dem Partnerschaftsausschuss in Bloemfontein erfuhren wir, dass mit dem Geld des  Stipendienfonds  vielen jungen Leuten geholfen wird, Bücher für ihr Studium kaufen zu können. Wir haben auch mehrere Schulen besucht, um uns zu informieren. Die Klassen sind groß und haben oft zwischen 40 – 45 Schüler. Als erste Fremdsprache wird Englisch unterrichtet, als zweite Sprache Africaans. Die dritte offizielle Sprache in Free State ist Sotho, aber aufgrund der Geschichte des Landes gibt es noch viele andere Sprachen: In manchen Schulen kommen die Schüler aus bis zu 11 unterschiedlichen Sprachgebieten. Es muss für die Lehrer sehr schwierig sein, ihnen eine Fremdsprache ohne die Basis einer gemeinsamen Muttersprache  zu vermitteln.

Auch der Kindergarten in Botshabelo wird vom Kirchenkreis Celle unterstützt.  Dort werden ungefähr 80 Kinder im Altern von 2 bis 5 Jahren betreut. Das Gelände  hat im vergangenen Jahr einen neuen und stabilen Zaun erhalten, weil dort leider immer wieder eingebrochen wurde – nun hofft man auf eine Sicherung der Lage. Vorsorglich werden aber die Spielgeräte abends immer noch ins Haus geräumt. Bei unserem Besuch fanden wir die älteren Kinder in zwei schönen großen Gruppenräumen untergebracht, die Kleinsten jedoch sehr beengt und kärglich versorgt. Eine Heizung für die kalten Wintermonate fehlt überall, und die sanitären Anlagen sind ebenfalls nur unzureichend vorhanden.

Bei Besuchen in öffentlichen Einrichtungen haben wir weitere interessante Einblicke in das Leben im Land bekommen:

Bei Gesprächen mit Krankenschwestern und Ärzten erfuhren wir, dass die Krankenversorgung und Medikamente kostenlos  sind. Interessant für uns war die Information, dass es viele ambulante Kliniken in kleinen Orten gibt. Dort haben Krankenschwestern ähnliche Kompetenzen wie Ärzte – nur in schweren Fällen werden Patienten ins Kreiskrankenhaus verlegt. Eine ganz wichtige Einrichtung ist die mobile Krankenstation: mit diesem wie ein Behandlungsraum ausgestatteten Kleinlaster fahren zwei Schwestern täglich über Land, um Patienten in den Außenbezirken zu versorgen.

Alte Menschen treffen sich oft in Seniorenhäusern.  Wir konnten  mit einer Gruppe älterer Menschen sprechen und erfuhren, dass ihr Haus täglich für Gebet, Gespräch und Beratung geöffnet ist, und im Lauf des Jahres gibt es  immer wieder gemeinsame Unternehmungen, z.B. Basare, Wanderungen oder Aktivitäten z. B. zum „Großelterntag“. Alte Menschen werden in Südafrika sehr geachtet, sie strahlen Würde und Autorität aus.

Möglichkeiten für künstlerische Ausbildung sind ebenfalls vorhanden: In Thaba Nchu gibt es ein Kulturzentrum mit Theater, Tanzstudio, Musikschule und Malateliers, und in Bloemfontein liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der  Musikschule „musicon“ im Streicherbereich.

Gewöhnungsbedürftig waren für uns einige weitere Besonderheiten:

Die Rollen zwischen Männern und Frauen sind noch sehr streng verteilt: Männer bestimmen und repräsentieren, Frauen bedienen und ordnen sich unter. Auch wir weiblichen Delegationsmitglieder haben erfahren, dass wir im Gespräch mit dem Dean (Superintendenten) und den anderen Pastoren eine untergeordnete Rolle spielten.

Es gibt viel Kriminalität im Land, und wer es kann, schützt sein Eigentum mit Mauern und Zäunen und Alarmanlagen. Nach Sonnenuntergang wird auch das Toilettenhäuschen auf dem Hof nicht mehr benutzt – man könnte überfallen werden. Trotzdem habe ich eigentlich nirgends das Gefühl der Angst gespürt.

Zeit hat einen ganz anderen Stellenwert als bei uns – man muss warten können. Auch Gottesdienste fangen nicht pünktlich an, sondern erst dann, wenn die wesentlichen Personen da sind.

Für mich war diese Reise eine sehr große Bereicherung:

ich habe nicht nur ein Land gesehen, in das ich sonst wahrscheinlich nie gekommen wäre, sondern bin den Menschen dort auf eine Weise begegnet, die ich als Touristin nie gehabt hätte.

Ich habe eine große Gelassenheit in sehr widrigen Lebenssituationen erlebt, Improvisationstalent erfahren, Warten gelernt (zumindest dort) – und gespürt, wie sehr die Menschen sich ihrem Glauben verpflichtet fühlen und ihren Alltag aus ihm heraus leben.  Diese Erfahrungen werden mich weiter begleiten.

Dorothee Knauer

Bischof Bill Bowles mit den Pastoren des Kirchenkreises Freestate und den Pastoren Stefan Thäsler und Christof von Butler aus dem Kirchenkreis Celle.

Spenden für Partner in Südafrika

Ihre Spende ist kein Tropfen auf den heißen Stein, sondern eine echte Hilfe für unsere Partner in Südafrika. Seit genau zwanzig Jahren fördern wir die Ausbildung von jungen Leuten in unserem Partnerkirchenkreis Freestate (Südafrika). Heute arbeiten viele von ihnen in qualifizierten Berufen und erwirtschaften somit für sich und ihre Familien ein regelmäßiges Einkommen.

Bei meinem letzten Besuch in Südafrika traf ich Solomon. Er ist durch unsere Unterstützung Rechtsanwalt geworden. Pogisho unterrichtet heute als Lehrerin. Auch Normans Ausbildung zum Lokomotivführer haben wir finanziell gefördert. Eine gute Ausbildung ist die beste Investition in die Zukunft Südafrikas.

Es sind zur Zeit genau fünfundzwanzig Auszubildende, die von uns jährlich ein Stipendium erhalten. Das ist nur möglich, weil viele Mitchristen im Kirchenkreis Celle dieses Projekt finanziell fördern. Dafür sind wir sehr dankbar.

Die Anzahl der Anträge auf Stipendien ist sehr hoch. Nicht allen können wir ein Stipendium zahlen. Wir möchten mit Ihrer Hilfe mehr jungen Leuten eine Ausbildung ermöglichen. Deshalb bitten wir Sie um eine Spende für unsere Kirchenkreis-Partner, zur Ehre Gottes und zu Ihrer eigenen Freude.

Kirchenkreis Celle, Südafrika-Partnerschaft, Spendenkonto: 2410, Sparkasse Celle, BLZ 257 500 01


Bilder aus dem Kirchenkreis Freestate


Nkosi sikelel´iAfrika


Sie hören im Hintergrund die südafrikanische Nationalhymne "Nkosi Sikelel' iAfrika". Die erste Strophe und der Refrain wurden 1897 komponiert. Der Text stammt von Enoch Sontoga, Lehrer einer Methodisten-Missionsschule in Johannesburg. Er hat es für seine Schüler komponiert.

1927 wurden sieben weitere Strophen von Samuel Mqhayi hinzugefügt. Populär wurde das Lied aber erst durch Pastor J.L. Dube. Er hat es in Johannesburg häufig mit seinem "Ohlange Zulu Chor" vorgetragen. Es wurde schließlich ein beliebtes Kirchenlied.

Südafrika hatte 1994 und 1996 zwei Nationalhymnen: "Die Stem von Suid-Afrika" und "Nkosi Sikelel' iAfrika". Erst seit 1996 wurden beide Hymnen so zusammengefügt, dass sie eine Nationalhymne bildeten.

Die ersten beiden Zeilen der ersten Strophe sind in Xhosa und die nächsten beiden in Zulu. Die zweite Strophe ist in Sesotho, die dritte in Afrikaans und die vierte in Englisch.

"Nkosi Sikelel' iAfrika" ist ein Gebet für Hoffnung und Frieden, enstanden aus Leid und Schmerz. Es drückt das Nationalgefühl Südafrikas aus und wird im ganzen Land mit Stolz gesungen.

Übersetzung der Nationalhymne ins Deutsche:

Gott, segne Afrika.

Möge sein Geist (wörtl. 'Horn') aufsteigen
Erhöre auch unsere Gebete.
Herr, segne uns, seine (Afrikas) Familie.

Herr, beschütze dein Volk,
Beende du Kriege und Zwistigkeiten.
Beschütze, beschütze dein Volk;
Volk von Südafrika – Südafrika.

Aus dem Blau unseres Himmels,
Aus der Tiefe unserer See
Über unseren ewigen Bergen
Wo die Felswände Antwort geben,

Klingt der Ruf zusammenzukommen,
Und vereint werden wir stehen,
Lasst uns leben und streben für die Freiheit,
In Südafrika unserem Land.


Nkosi sikelel´iAfrika (Gott, segne Afrika)


 

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