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Do., 09.09.2010 00:49
Gebete aus Südafrika



Herr Jesus Christus, der du von einer hebräischen Mutter geboren, aber voll Freude warst über den Glauben einer syrischen Frau und eines römischen Soldaten; der du die Griechen, die dich suchten, freundlich aufgenommen hast und zuließest, dass ein Afrikaner dein Kreuz trug – hilf uns, Menschen aller Rassen und Nationalitäten, aller Farben und Schichten als Miterben in dein Reich zu bringen.

Aus: Adalbert Balling: Unseren täglichen Reis gib uns heute. Gebete aus der Dritten Welt, Herderbücherei 1119, Verlag Herder, Freiburg/Basel/Wien 1984.

Bewahrung der Schöpfung

Herr, Gott der Schöpfung, wir sagen dir Dank für deine Welt, die du so vielfältig, voll Wunder und Herrlichkeit geschaffen hast.

Wir loben dich, Ursprung alles Seins, und danken dir für diese Welt, die deine Hand ins Leben rief: für die Tiere, die Vögel und alle Blumen, für die Berge und Ebenen, die Meere und Wälder, für die Schätze der Natur, die du reichlich schenkst.

Wir danken dir für das Leben, das du uns und unseren Lieben gegeben hast. Wir danken dir für die Vielzahl der Menschen und Kulturen in unserem Land. Als der Leib Christi auf Erden verpflichten wir uns, mit dankbarem Herzen für die Schöpfung Sorge zu tragen und sie zu bewahren.

Johannesburg, Quelle: Weltmission 86, S. 65

In Eintracht leben

Himmlischer Vater, wir sagen dir Dank, dass wir durch unseren Herrn Jesus Christus in Eintracht miteinander und im Einklang mit deiner Schöpfung leben dürfen.

O Schöpfer Gott, du hast alles Leben erschaffen, und alles Leben ist vor dir kostbar, aller Kreatur hast du Nahrung gegeben; der Mensch und die Natur sind Teil deines göttlichen Planes.

Lehre uns der Herausforderung gerecht zu werden, unserem Tun Grenzen zu setzen und ein Leben des Miteinander zu erlernen.

Lehre uns der Herausforderung zur Verkündigung des Evangeliums gerecht zu werden, damit alle Völker und Nationen dein befreiendes Wort erfahren.

Wir bitten dich, dass durch unseren Herrn Jesus Christus allen Menschen die Liebe Gottes zuteil werde, die stärker ist als Selbstsucht und Habgier, und die uns dazu befreit, als Kinder Gottes in Eintracht miteinander zu leben.

Johannesburg, Quelle: Weltmission 86, S. 6

 

Damit wir miteinander teilen

 

Wir danken dir, Vater,

dass du deinen Sohn gesandt hast,

um mit uns das Leben auf dieser Erde zu teilen,

denn du hast deine Wohnung unter den Menschen gemacht,

und wir hier auf der Erde sind dich nicht gleichgültig.

 

Wir bringen vor dich

die Millionen von Menschen,

die unter dem Joch absoluter und

meist nicht selbst verschuldeter

Armut leiden.

 

Gib uns den Mut, so zu leben,

dass unser tägliches Gebet Wirklichkeit werde:

Dein Wille geschehe

wie im Himmel, so auf Erden.

 

Lehre uns, die wir reichlich haben,

einfacher zu leben,

damit andere überhaupt leben können,

und wir die Freude vom Miteinander-Teilen erfahren.

 

Stärke alle,

die sich um die Unverletzlichkeit

des Familienlebens bemühen.

 

Du hast uns das Wissen

um die heilenden Kräfte geschenkt,

so hilf uns auch,

verantwortlich bei der Zahl der Kinder zu sein,

die wir in diese Welt bringen.

 

Du hast uns Erziehung und Gesundheit geschenkt

und hast uns in die Verantwortung gerufen.

Hilf uns, die Gaben,

mit denen du uns gesegnet hast,

in deinen Dienst zu stellen.

Lass uns unser Leben hingeben

für dein Volk und für deine Welt.

 

Johannesburg

Quelle: Weltmission 86, S. 66

 

Für die Würde aller Menschen

 

O Herr,

wir bekennen dir unsere Habgier und Selbstsucht,

auch unsere Oberflächlichkeit und Unwissenheit.

Allzu oft entsteht daraus die Verschmutzung und

Zerstörung deiner Welt und ihres Lebens.

Wir bekennen,

dass wir uns auf materiellen Reichtum verlassen

und geistlich arm sind.

 

Danke, dass deine Hand

uns nach deinem Bilde schuf.

Stärke in uns das Bewusstsein von der Würde,

die du allen Menschen geschenkt hast.

 

Gib uns den Mut, Herr, aufzustehen,

damit wir zählen;

aufzustehen für jene,

die nicht selbst zu stehen vermögen;

aufzustehen und für unser eigenes Leben einzustehen,

wenn sich die Notwendigkeit dafür ergibt.

Lass uns nichts anderes mehr fürchten als dich.

Lass uns nichts anderes mehr lieben als dich -

so werden wir auch nichts mehr fürchten.’

 

Johannesburg

Quelle: Weltmission 86, S. 66

 

Sende mich als dein Werkzeug

 

Herr, du hast mich gebeten,

dir meine Hände zu geben,

um sie für deine Anliegen einzusetzen.

 

Ich gab sie dir für einen Augenblick,

aber dann zog ich sie zurück,

denn die Arbeit war hart.

 

Du hast mich gebeten,

dir meinen Mund zu geben,

damit ich die Ungerechtigkeit laut ausspreche.

 

Ich gab dir ein Flüstern,

damit ich nicht angeklagt würde.

 

Du hast mich gebeten,

dir meine Augen zu geben,

um die Leiden der Armut zu sehen.

 

Ich schloss meine Augen,

weil ich das nicht wissen wollte.

 

Du hast mich gebeten,

dir mein Leben zu geben,

damit du durch mich arbeiten könntest.

 

Ich gab dir einen kleinen Teil,

um nicht zu tief hineinverwickelt zu werden.

 

Herr, vergib mir,

dass ich meinen Einsatz, dir zu dienen,

kalkulierte und mich nur einsetze,

wenn es mir angebracht erscheint.

 

Herr, vergib mir,

dass ich mich nur dann einsetze,

wenn es mir sicher genug erscheint,

dass ich mich nur mit denen zusammen einsetze,

die es mir leicht machen.

 

Vater, vergib mir,

erneuere mich

und sende mich als dein brauchbares Werkzeug aus.

 

Lass mich den Sinn deines Kreuzes ernst nehmen.

 

Südafrika

Quelle: Weltmission 86, S. 70

 

Unsere Unfähigkeit, Leiden mitzuempfinden

 

Unsere Unfähigkeit, die Leiden anderer mitzuempfinden,

und unser Hang, bequem, aber in Ungerechtigkeit zu leben:

 

Vergib uns, Gott!

 

Die Selbstgerechtigkeit, die Schuld leugnet

und die Selbstsucht, die Mitleid erwürgt:

 

Vergib uns Gott!

 

Für die, die ihr Leben leben in sorgloser Unbekümmertheit,

die ‚Friede, Friede’ schreien, wo kein Friede ist:

 

Bitten wir um Deine Gnade!

 

Für unser Versagen gegenüber der Gemeinschaft,

für unseren Mangel an Verstehen

 

Bitten wir um Deine Gnade!

 

Unseren Mangel an Vergebung, Offenheit und Feinfühligkeit:

 

Vergib uns, Gott!

 

Die Zeiten, in denen wir drauf aus waren, besser als andere zu sein,

in denen wir zu gehetzt waren, um besorgt zu sein,

in denen wir zu müde waren, um uns zu kümmern,

in denen wir nicht zugehört haben,

in denen wir allzu hastig, aber nicht um der Liebe willen

gehandelt haben,

 

Vergib uns, Gott!

 

Südafrika

Quelle: GÖ III, S. 29

 

Du hast um unsere Hände gebeten

 

Du hast um unsere Hände gebeten,

damit Du sie für Deine Sache nutzen kannst.

Wir gaben sie Dir nur für einen kurzen Augenblick –

und zogen sie zurück,

denn der Auftrag war uns zu schwer.

 

Du hast um unseren Mund gebeten,

um gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren.

Wir waren nur zu einem Flüstern bereit,

damit man uns nicht anklagt.

 

Du hast um unsere Augen gebeten,

um die Qual der Armut wahrzunehmen.

Aber wir haben sie geschlossen,

weil wir das nicht sehen wollten.

 

Du hast um unser Leben gebeten,

damit Du Dein Werk durch uns tun kannst.

Aber wir haben Dir nur einen ganz kleinen Teil

zur Verfügung gestellt,

damit wir nicht zu sehr beansprucht werden.

 

Vergib uns unsere beschränkten Versuche, Dir zu dienen:

nur wenn es ohne Mühe möglich war, es zu tun;

nur an Orten, an denen es harmlos war, es zu tun;

und nur mit denen zusammen,

die es leicht machten, Dir zu dienen.

 

Vater,

vergib uns,

erneuere uns,

sende uns aus

als brauchbare Instrumente,

damit wir den Sinn Deines Kreuzes begreifen.

 

Südafrika

Quelle: GÖ IV, S. 43

 

Eingangsgebet im Gottesdienst

 

Herr, ich komm in Deinen heiligen Tempel,

damit ich höre, was Du zu mir redest,

mein Vater und mein Schöpfer,

Jesus meine Rettung,

Heiliger Geist mein Tröster im Leben und im Tode.

 

Herr, öffne meine Herz durch Deinen Heiligen Geist,

damit mich Dein Heiliger Geist um Vergebung bitten lehrt,

solange ich in dieser Gemeinde wohne

und ich jeden neuen Tag fortfahre, den Glauben zu leben.

 

Höre mein Gebet, Herr.

Diene mir nach meiner Bitte durch Jesus Christus.

 

Amen

 

Südafrika

Quelle: Bammann, Nr. 1

 

Verweilen

 

Lass mich langsamer gehen, Herr.

 

Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens

durch das Stillwerden meiner Seele.

 

Lass meine hastigen Schritte stetiger werden

mit dem Blick auf die Weite der Ewigkeit.

 

Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages

die Ruhe der ewigen Berge.

 

Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln

durch die sanfte Musik der singenden Wasser,

die in meiner Erinnerung lebendig sind.

 

Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen,

die mich erneuert.

 

Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.

 

Lass mich langsamer gehen,

um eine Blume zu sehen,

ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln,

einen Hund zu streicheln,

ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.

 

Lass mich langsamer gehen, Herr,

und gib mir den Wunsch,

meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken,

damit ich emporwachse

zu meiner wahren Bestimmung.

 

Südafrika

Quelle: Bammann, Nr. 3

 

Denn dein ist das Reich

 

Groß ist, o König,

unser Glück

in deinem Reich,

du, unser König.

 

Wir tanzen vor dir,

unser König.

In der Kraft

deines Reiches.

 

Mögen unsere Füße

stark werden;

lass uns tanzen vor dir,

ewiglich.

 

Gebt Lobpreis,

alle Engel,

ihm allein,

dem Ehre gebührt.

 

Südafrika

Quelle: Melodie, S. 36

Aus: Bengt G.M. Sundkler, Bantupropheten in Südafrika,

Evangelisches Verlagswerk, Stuttgart 1964.

 

Herr, wie lange noch?

 

Herr, wie lang, Herr, wie lange

müssen wir leiden unter der Ungerechtigkeit der herrschenden Klasse?

Ihre Stärke stützt sich auf Gewalt,

und ein verderbtes Gesetz gibt ihr ihre Macht.

 

Herr, wie lang, Herr, wie lange

müssen wir die peitsche auf unserm Rücken erdulden?

Unser Blut sickert in den Boden.

Wie willenlose Sklaven werden wir von ihrem Befehl gequält.

 

Herr, wie lang, Herr, wie lange

müssen wir den Raub unserer Seelen ertragen?

Abgewertet zu Bürgern keiner Klasse,

die ihre Weg nicht bestimmen,

müssen wir jede Ungerechtigkeit erleiden,

die der weiße Pharao uns auferlegt.

 

Herr, wie lang, Herr, wie lange

müssen wir uns ducken und die andere Wange hinhalten,

und die Härte ertragen, die Weiße ausüben?

Wir werden zu Eunuchen gemacht und nicht zu Männern,

die eine Meinung wagen,

die Rache fordern für das, was sie getan haben.

 

Herr, wie lang, Herr, wie lange?

 

John Matthews, Südafrika

Quelle: Melodie, S. 173f

Aus: James Matthews/Gladys Thomas: Schrei deinen Zorn hinaus, Kind der Freiheit!

Verlag der Ev.-Luth. Mission, Erlangen 1987.





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