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Rückblick auf den Partnerschaftstag


Kirche ohne Grenzen:
Lokal verwurzelt, global vernetzt.

Unter diesem Motto fand in Uelzen zum ersten Mal ein Partnerschaftstag des Sprengel Lüneburg statt. In einem Markt der Möglichkeiten stellten viele Gemeinden und Gruppen ihre Partnerschaftsarbeit vor. Da gibt es Partnerschaften mit Kirchenkreisen in Südafrika, (ua. auch der Kirchenkreis Celle), mit Gemeinden in Äthiopien, Brasilien und Indien, aber auch mit Gemeinden in Polen und in den neuen Bundesländern, die schon seit den 50er Jahren gepflegt werden. Alle Projekte aufzuzählen ist im Rahmen dieses Artikels unmöglich. Viele interessante Gespräche vermittelten mir neue Aspekte der Partnerschaftsarbeit, z.B. hatte ich noch nichts von den Schneller-Schulen gehört, die im Libanon und in Jordanien Kindern aus sozial schwachen Familien mit Unterstützung aus Deutschland, der Schweiz und den USA eine Schul- und Berufsausbildung ermöglichen.

Im Laufe des Vormittags wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen folgende Themen vertieft:

  • Ökumenische Spiritualität,
  • Apropos Geld,
  • Damit aus Fremden Freunde werden
  • AIDS verändert die Welt

Dabei hatte ich Gelegenheit, von den ersten Erfahrungen in Deutschland zu hören, die ein Pastor aus Äthiopien sehr eindrucksvoll schilderte: Kaum jemand konnte ihm, der erst noch einen Deutschkurs in Bochum besuchen wollte, eine Antwort auf Englisch geben. Die Kirche dort erwies sich als enttäuschend zurückweisend, was in Norddeutschland deutlich anders war und ist.

Nach dem Mittagessen machte sich eine hochkarätig besetzte Talkrunde Gedanken über den Sinn von Partnerschaften über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg, wobei viele interessante Erfahrungsberichte eingestreut wurden. Die Bedeutung von finanzieller Hilfe wurde nicht bestritten, sie stand jedoch keineswegs im Mittelpunkt. Vielmehr ging es um eine Begegnung „auf Augenhöhe“. Einige deutsche Teilnehmer der Talkrunde waren beeindruckt von der Fröhlichkeit, mit der ihre Partner aus Übersee trotz vieler materieller Schwierigkeiten ihren Glauben leben. Zwanini Shabalala, ein Pastor aus Swasiland, der sich freute, Gott in Deutschland dienen zu dürfen, erlebt hier „eine Kirche, die Hilfe braucht“, denn sie sei nicht so lebendig wie erwartet: "Ihr fehlen sogar die Kinder im Gottesdienst."

Viele bleibende Eindrücke und interessante Informationen habe ich aus Uelzen mitgebracht. So steht in einem Flyer des Kirchenkreises Uelzen: „Der Austausch mit Christen aus einem ganz anderen Kulturkreis [hier: Südafrika] führt zur gegenseitigen Bereicherung: im Gottesdienst, im Gemeindeleben und auch für jeden persönlich.“

Davon war bei diesem ersten Partnerschaftstag sehr viel zu spüren. Es ist zu wünschen, dass weitere Veranstaltungen dieser Art eine größere Resonanz finden. Denn – wie Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen sagte – der „Verhausschweinung der Kirche“ ist entgegenzuwirken: Wer den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus lenkt, kann viel lernen in der Begegnung mit Christinnen und Christen in anderen Teilen der Welt."

Dr. Ina Peukert-Adam (Kreuzkirche Celle)

 

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