Home
Aktuell
Südafrika heute
Südafrika damals
Unsere Partnerschaft
Besuche aus Südafrika
Besuche in Südafrika
Teilnahme an Kirchentagen
Stipendienfond
Aids-Waisen-Haus
Partnerschaftstag
Pressemitteilungen
Predigten
Gebete aus Südafrika
Vorträge
Leitfaden
Kirchenkreis Celle
Home
 


Predigt über Psalm 139, 1-10



Pastor i.R. Dr. Henrich Scheffer ist Mitglied des Südafrika-Partnerschaftsausschusses des Kirchenkreises Celle.


HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Psalm 139, 1-10

Über Jahrhunderte hinweg haben die alten Gebete und Lieder der Bibel ihre Kraft bewahrt. Das gilt in besonderer Weise auch für den 139. Psalm, dessen ersten Teil (Verse 1 – 10) der zuständige Ausschuss unseres Partnerkirchenkreises in Bloemfontein / Südafrika als Bibeltext für den diesjährigen Partnerschaftssonntag vorgeschlagen hat.

In ihrer elementaren und bildhaften Sprache nehmen die Psalmen auch heutige Menschen hinein in das, was den Beter vor langer Zeit bewegte. Seine Freude wird zu meiner Freude, seine Angst zu meiner Angst. Seine Angefochtenheit ist meine Angefochtenheit, und sein Trost wird mein Trost.

Wir müssen schon den ganzen Psalm lesen, um der Lebenssituation des Beters auf die Spur zu kommen. Am Anfang und am Ende des Psalms berichtet er davon, wie er von Gegnern seines Glaubens in schwere Gefahr gebracht worden ist, und dass er sich deshalb im Tempel unter Gottes Rechtschutz gestellt hat. Dort erlebt er die Symbole der Gegenwart und die Nähe Gottes: die Bundeslade mit den Geboten, den Altar mit den Heiligen Schriften.

Während des Gebets im Tempel schaut er in Gedanken das Buch des Lebens, in dem alles über ihn verzeichnet ist, auch dass er Rettung erfahren wird. In dieser Lage spricht der Beter intensiv mit Gott. Er redet nicht über ihn, wie es die Überschriften unserer Bibeln tun, wenn sie schreiben: „Gott der Allmächtige und Allwissende.“

Das Ergebnis seines Meditierens bringt der Beter in die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen im Tempel, die es aufnehmen und weitergeben. Gott kennt mich durch und durch. Er ist die alles umfassende Wirklichkeit meines Lebens. Er verhilft mir zu meiner Identität.

Wir können davon Ausgehen, dass diese Glaubenserfahrung, wie im 139. Psalm geschildert, unsere Partner in Bloemfontein bewogen hat, diesen Text für den diesjährigen Partnerschaftssonntag vorzuschlagen.

Unter den vielen Herausforderungen, denen sich beide Länder - Südafrika und Deutschland – nach ihrem Umbruch zu stellen haben, rückt eine Frage wieder in den Vordergrund: Hat die Identitätskrise des modernen Menschen darin ihren Grund, dass er Gott verloren hat und darum sich selbst nicht mehr findet?

Der Beter des 139. Psalms weiß sein Leben, seine ganze Existenz gehalten und getragen von seinem Schöpfer, dem er dafür in einem Bekenntnislied mit vier Strophen dankt:

  • Gott, du kennst mich durch und durch (1-6).
  • Gott, vor dir kann ich nicht fliehen (7-12).
  • Ich danke dir, dass du mich geschaffen hast (13-18).
  • Ich verlasse mich auf deinen Beistand (19-24).

Nimmt man solche Sätze aus ihrem Zusammenhang hinaus, können sie in einer Welt totalitärer Überwachungssysteme einen falschen Klang bekommen. Menschen erleben es als bedrückend oder unterdrückend, überall und zu jeder Zeit durchschaut, abgehört und überwacht zu sein. Der „große Bruder“ sieht alles, hört alles und weiß alles. Für viele ist es nicht erst eine Vision, ist es Realität, aller Menschenwürde beraubt zu sein.

Aber genau dagegen stellt der Beter seine Glaubenserfahrung – die der umfassenden Gegenwart und Nähe Gottes, die ihm hilft, seine Menschenwürde und Freiheit wieder zu gewinnen.

Was der Psalmist als Verheißung nur ahnen konnte, das ist uns in Jesus Christus zur Gewissheit geworden. Gott hat uns in ihm sein Herz aufgetan und seine Liebe gezeigt in allen Lebenslagen. Er meint es gut mit uns und mit anderen. Er möchte, dass wir Gemeinschaft miteinander pflegen in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen. Seine Gegenwart und Nähe lösen nicht Ängste aus, sondern gewähren Zuflucht und Geborgenheit. Amen.

Pastor i.R. Dr. Henrich Scheffer

 

Gott vertrauen ohne Zögern



Pastor Stephen Ntshabele war bis zu seinem Tod im Jahr 2006 Gemeindepfarrer in Bloemfontein-Heydedal und Partnerschaftspastor des Kirchenkreises Freestate.


Andacht über Psalm 139,1-10 vom früheren Partnerschaftspastor Pastor Stephen Ntshabele aus Bloemfontein (Südafrika). Stephen ist 2006 im Alter von 40 Jahren verstorben.

HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Psalm 139, 1-10

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dies ist ein Psalm Davids. David begreift Gottes Pläne nicht. Gott kennt David aber in- und auswendig. Er kennt Davids Vorhaben genau. David kann dieses nicht verstehen. Es liegt außerhalb seines Begreifens, dass Gott alles kennt und weiss.

Thema: Gott ohne zu zögern vertrauen

Gott kennt unsere Umstände genau. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott mit uns ist in unserer Beschaffenheit. Gott ist mit uns, wo immer wir uns als Partner befinden. So wie David Gott vertraute, müssen auch wir ,ohne zu zögern, in Gott unser Vertrauen setzen.

Wir müssen in der Gewissheit leben, dass Gott unsere Beziehung stärken wird. Gottes Verbindung zu uns wird immer die Gleiche bleiben. Laßt uns ohne zu zögern darauf bauen, dass wir mit Gott an unserer Seite alle Schwierigkeiten lösen können. Wir werden das Problem der Armut und der Kriege in der Welt bewältigen. Wir dürfen nicht wanken, darauf zu vertrauen, dass wir den Kampf gegen HIV/Aids gewinnen können.

Zögert nicht und vertraut auf Gott, denn Er kann die Probleme der ganzen Welt lösen. Nur Gott kann die zerstörte Welt retten. Ohne zu zweifeln müssen wir in der Gewissheit leben, dass es Gott ist, der in dieser Welt Gesetzmäßigkeit und Ordnung wieder herstellen kann. Ohne Zaudern müssen wir Gott vertrauen, denn Er wird uns stützen und tragen für immer und in Ewigkeit.

Gebet: Herr unser Gott, Dein Wort ist die Wahrheit. Zeichne uns mit Deinem Wort aus. Gib uns Kraft, jetzt und immerdar in Dich zu vertrauen durch Ihn, der für uns starb. Amen.

 

  Suche nach:
   Gästebuch
   Kontakt
   Impressum