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Unsere Partnerschaft hat eine Geschichte

Die Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen Celle und Free State in Südafrika besteht seit 1984. Die schwarzen lutherischen Gemeinden wünschten sich damals Verbindungen zu weißen Kirchen in Europa, weil sie Unterstützung für ihren Kampf gegen das Apartheidsregime suchten. Seit 1994 ist nun die Gleichberechtigung der Rassen in der südafrikanischen Verfassung verankert. Doch die Partnerschaft geht weiter. Im Vordergrund steht heute der geistliche Austausch, also der Dialog über den gelebten Glauben im jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld. Beide Seiten wollen voneinander lernen.

So waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden. (1. Thess. 2, 8)







Partnerschaft verbindet Kontinente

Partnerschaft ist ein Geben und Nehmen:

Wir begegnen einander.

Wir lernen einander kennen.

Wir tauschen Erfahrungen aus.

Wir lernen von einander.

Wir beten für einander.

Wir treten für einander ein.

Wir helfen einander.

Partnerschaft ist gelebte Ökumene.






Der Partnerkirchenkreis Freestate in Südafrika

Die acht Gemeinden im Kirchenkreis Free State liegen weit auseinander. Zu ihnen gehören insgesamt etwa 4.000 Erwachsene und 2.000 Kinder und Jugendliche. Sie werden von dem Superintendenten Mmereki Bodila und acht Pastoren betreut. Zu jeder Gemeinde gehören noch Filialgemeinden. Es gibt etwa 30 solcher „out-stations“. In den Townships der Hauptstadt Bloemfontein befinden sich drei Gemeinden. Das Partnerschafts-Komitee wird geleitet von der Schulrätin Manana Molema.

Partnerschaft lebt von der Begegnung

Das stärkste Band der Partnerschaft sind die wechselseitigen Besuche. Entweder sind wir Gäste in den Häusern und Gemeinden dort, oder sie leben in unseren Familien und nehmen an unserem Leben teil.

Die Besuche dienen dem Austausch von Informationen und Glaubenserfahrungen. Sie stärken die Gemeinschaft über die Grenzen von Hautfarbe, Kultur und sozialer Herkunft hinweg. Zunächst ist es erstaunlich, wie schnell wir uns verstehen. Unsere Basis ist die Tatsache, dass sie wie wir lutherische Christen sind. Doch bald merken wir Unterschiede. Diese Unterschiede wahrzunehmen und voneinander zu lernen ist die große Herausforderung einer Partnerschaft.

Wilona Petersen, eine südafrikanische Besucherin, schreibt:

„Eure Gastfreundschaft und eure Bereitschaft zu teilen und zu lernen haben uns wohlgetan. Vom ersten Tag an spürten wir eure Wärme und Herzlichkeit. Ich hoffe und bete, dass der Geist der Partnerschaft wächst und jedermann berührt.“

Als Brücke zueinander dienen auch Gebete, Briefe und Telefonate. Eine weitere Verbindung ist der jährliche Partnerschafts-Gottesdienst, der in den Gemeinden beider Kirchenkreise mit den gleichen Bibeltexten, Predigten und Gebeten gefeiert wird.

Weitere Aspekte

Finanzen

Ein Aspekt unserer Partnerschaft besteht auch darin, dass wir unsere Mitchristen im Free State finanziell unterstützen.

Ausbildung

So fördern wir in besonderer Weise den dortigen Stipendienfonds. Wir meinen, dass eine gute Ausbildung die beste Investition in die Zukunft Südafrikas ist.

Aids

Ein neuer Schwerpunkt ist der Kampf gegen Aids. Über dieses Thema wird nicht mehr geschwiegen. Es wird diskutiert und unsere Partner haben erkannt, dass es eine große Aufgabe für sie ist.

 

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